Ausgangssperre in Versailles - Tag 22

Wie war Dein Wochenstart? Wurdest Du auch mit Sonnenschein geweckt?

Irgendwie war ich heute, sagen wir es einmal wie es ist, etwas neidisch. Neidisch darauf, dass die Einschränkungen hier in Frankreich so viel strenger sind als in Deutschland. Das Gefühl hat mir nicht gut getan. Es zieht runter. Ich möchte wiederholt klarstellen, dass hier folgende Regelungen gelten: Für Einkäufe darf man sich 2 km vom Wohnort entfernen und für sportliche Aktivitäten 1 km und maximal 1 Stunde unterwegs sein. Ich nutze diesen Bewegungsradius kreativ aus. Wie unsere französischen Freunde sind meine „Einkäufe“ länger. Ich gehe auf Umwegen durch die Straßen. Das hat den Vorteil, dass ich das schöne Wetter draußen genießen kann. 

Bewegung vertreibt bei mir schlechte Gedanken, die dann Gefühle hervorrufen, wie das z. Bsp. von Neid. Neid ist ist ein Gefühl, welches zu meiner Kategorie der schlechten Gefühle gehört. Das sind neben Wut, Angst, Verzweiflung und Ohnmacht, Gefühle, die ich nicht mag. Sie gehören jedoch zu meiner Gefühlsfamilie wie Vertrauen, Freude, Glück, Optimismus. Was machst Du, wenn Du „schlechte“ Gefühle spürst? 

Neues ausprobieren

Gestern habe ich über die Chance geschrieben, den Montag zu nutzen, um über etwas Neues nachzudenken. Ich habe für mich nicht direkt etwas „Neues“ entdeckt, eher etwas „Altes“ ausgegraben. Ich sitze normalerweise abends gern auf dem Balkon. Im Moment nutze ich den Balkon tagsüber ausgiebig für kreative Pausen und sehne mich eher nach Tapetenwechsel. Der Abend war heute wieder sommerlich warm und so bin ich spontan noch einmal für eine Abendrunde vor die Tür. Beinahe hätte ich den Passierschein vergessen, aber nur beinahe. Ich hatte eine Stunde für meine "sportliche Aktivität". Den Spaziergang tarnte ich mit Sportschuhen. Ich war überrascht, wie viele „Sportlern“ ich doch noch begegnete. Alle waren gemächlich, so wie ich unterwegs. Entspanntes „walken“ ohne Stöcke könnte man es benennen. Ich hörte die abendliche Ruhe, wie sie ansonsten hier niemals zu hören war. Es duftete nach Frühling. Das hatte sich in den letzten Tagen verändert. Dieser wunderbare Duft und die warme Abendluft waren ein Geschenk. Ich habe das Glück, nicht allergisch auf Pollen zu reagieren und so konnte ich einfach nur genießen. Auf meinem Rückweg nahm ich den  Mond wahr. Vom Balkon aus hätte ich ihn nicht sehen können. Er war fast voll und mit Phantasie erkannte ich sein Gesicht. 

Mir kam das Lied „Der Mond ist aufgegangen" in den Sinn. Dieses liebte meine jüngere Cousine, der ich es abends in den Ferien vorsang, wenn ich sie ins Bett brachte. Immer wenn ich dachte, sie würde schlafen klang ein liebevolles : „Nochmal" in meinen Ohren. Das setzte sich dann bei unseren Kindern fort….

„Luna“, „moon“, "lune“,“maan“- es sind nur ein paar wenige internationale Bezeichnungen, die ich kenne,  für eine Bedeutung. Woran denkst Du, wenn Du vom Mond liest? Im Mondschein tanzen? An heulende Wölfe? Ich frage mich, was der „Mann im Mond“ wohl so denkt, wenn er auf die Erde blickt. Er folgt seinem Rhythmus. Bemerkt er die ganzen Veränderungen auf unserem Planeten? 

Herzlichst, Susann

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