Neue Freiheit - Tag 4

Thanks Thursday und schon wieder ist fast Wochenende. Ich bin am heutigen Tag besonders dankbar, in einer Demokratie leben zu dürfen. Diese wird im Moment von den verschiedensten Seiten ganz schön durchgerüttelt.

Ich möchte mit dir eine Nachricht eines Freundes teilen. Er hat in den sozialen Medien einen Ausschnitt der Antrittsrede von Richard von Weizsäcker im Jahre 1984 veröffentlicht mit dem Hinweis auf die Aktualität des letzten Abschnittes.

"Die einen wollen die Gesellschaft mit radikalen Protestaktionen aufrütteln und auf Gefahren für die Zukunft aufmerksam machen. Andere sehen in der Radikalität von Protesten eine Gefahr für die freiheitliche Demokratie und da­mit einen Grund zur Sorge um die Zukunft.

Ich glaube, wir müssen beide Ansätze ernst nehmen. Die Demo­kratie kann nur bestehen, wenn die langfristigen Überlebens­fragen der Menschheit schonungslos erörtert und glaubwürdig beantwortet werden. Angesichts des gewaltigen Ausmaßes der Probleme kann dies nicht ohne Härte und Ungeduld abgehen.

Es ist fatal, wenn beim Bürger der Eindruck entsteht, auf ihn käme es gar nicht an, denn "die da oben" machten ja doch, was sie wollten. In Wirklichkeit wissen doch wir Politiker oft selbst noch keine Lösung und sind dringend auf Mitberatung an­gewiesen.

Ich meine, es ist ehrlicher und überzeugender, dies offen ein­zugestehen, statt zu glauben, wir Politiker - egal welcher Richtung - schuldeten dem Publikum nur einen ermutigenden Op­timismus und dem Gegner scharfe Konfrontation.

Andererseits können wir die Überlebensfragen der Menschheit nirgendwo mit einer größeren Chance auf Erfolg behandeln als in der Demokratie. Sie ist offener und lernfähiger als jede andere Regierungsform. Auch wenn es oft nicht schnell genug geht und nicht immer auf Anhieb der Weg gefunden wird, so ist doch die Demokratie am besten in der Lage, Fehler zur Sprache zu bringen, sich zu korrigieren, Einsichten und Vernunft im Widerstreit der Meinungen zu entwickeln.

Entscheidend ist die Freiheit. Sie allein macht es möglich, gemeinsam die Wahrheit, das richtige Ziel und die richtigen Mittel und Wege zu suchen.

Die Demokratie ist die einzige Staatsform, die den stets not­wendigen Weg zum Wandel in Frieden finden läßt. Damit dies möglich bleibt, darf die Radikalität des Streitens niemals die Regeln des Rechts verletzen, denn diese sind die Bedingungen für die Freiheit und die Kraft zur Reform.

Damit wir in dieser Freiheit zu Entscheidungen kommen können, muß es nach dem Mehrheitsprinzip gehen. Dabei wissen wir alle, daß die Mehrheit genauso wenig über die Wahrheit verfügt wie die Minderheit. Keiner darf für sich den Besitz der Wahrheit beanspruchen, sonst wäre er unfähig zum Kompromiss und über­haupt zum Zusammenleben; er würde kein Mitbürger, sondern ein Tyrann. Wer das Mehrheitsprinzip auflösen und durch die Herr­schaft der absoluten Wahrheit ersetzen will, der löst die freiheitliche Demokratie auf.“ 

Wahrnehmung

Ist die Welt gut oder schlecht? Es kommt darauf an, wohin du die Aufmerksamkeit lenkst. Ich freue mich darüber, dass es auch positive Berichte gibt. Denn das bedeutet nicht, dass man negative Nachrichten ignoriert. Das wäre dann der Blick durch die rosarote Brille. Es gibt viel Negatives, was gerade in diesem Moment passiert. Doch es geschieht auch viel Wunderbares, worüber es sich lohnt zu sprechen. Wir leben in Polaritäten und deswegen ist es wichtig, den Blick auf das Schöne nicht zu verlieren und hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Welche Good News kennst du?

 

Liebe Grüße, Susann

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