Neue Freiheit - Tag 8

Wenn du diesen Tagebucheintrag liest, hast du den ersten Feierabend in  einer neuen Woche. Ich hoffe, dein Montag war ein guter Start. Hast du schon eine Idee, was du diese Woche einmal ausprobieren oder anders machen möchtest? Ich habe mich für ein neues „Morgens in die Gänge  kommen - Gymnastikprogramm“ entschieden. Es ist erstaunlich, wie viele tolle Angebote es hierzu bei YouTube gibt. 

Ich habe bei mir bemerkt, wie schnell ich doch in der „neuen Freiheit“ angekommen bin. Das tolle Wetter war wie stärkender Rückenwind und ist es noch immer. Am Samstag unternahm unser „internationales Team“ den ersten gemeinsamen Ausflug, einen Ausflug der inoffiziell eine kleine Wanderung war. Doch das Wort „Wanderung“ ist noch heute bei unseren erwachsenen Kindern bedauerlicherweise eher ein Unwort. Aus diesem Grund nennen wir eine Wanderung eben Ausflug. Wir fuhren Richtung Normandie und parkten direkt, wie im Wanderführer beschrieben, an der Kirche. Wandertouren sind in Frankreich noch nicht so erschlossen wie ich es aus Deutschland kenne. Doch wir hatten in der Touristeninformation  in Evreux Glück, unseren Wanderführer in Buchformat zu erwerben. Ich lasse mich immer gern von meinem Mann überraschen. Er sucht die Ausflugsziele aus und ich folge ihm. Unser Weg führte uns durch durch ein privates Waldgebiet mit Buchen und Eichen. Es fühlte sich an, als ob wir durch einen grünen Tunnel gehen würden. Immer wieder blieb ich stehen und erfreute mich an der Weite. Durch die Baumgipfel sah man den blauen Himmel. Das Grün wurde durch die Sonne unterschiedlich angeleuchtet. Es war eine wahre Pracht. Wir folgten der Wegbeschreibung. Ich genoß das Gehen auf  dem weichen Waldboden und entdeckte eine alte Eiche, die kaum hörbar mir zurief: Komm zu mir. Ich folgte dem Ruf und tankte Energie mit einer Umarmung. Danach stellte ich mich mit dem Rücken an die Eiche und stellte mir vor, dass auch ich mit solch starken Wurzeln im Leben stehen würde. „Stehen wie ein Baum“ - das ist auch eine Übung aus dem Yoga, die nicht nur das Gleichgewicht sondern auch die Konzentration trainiert. Unsere Wanderung führte uns aus dem Wald hinaus auf einen Feldweg, der dann wieder in Richtung des Dorfes lief. Wir machten Bekanntschaft mit einem Schaf und seinem Lamm. Dieses war sehr zutraulich und hüpfte voller Leichtigkeit in Schafsprache meckernd hinter seiner Mutter her. Sicher wollte es uns einen schönen Tag wünschen. So hörte es sich jedenfalls an. Tierbabys haben immer etwas Besonderes an sich und so kam es, dass wir uns mit dem Lämmchen unterhielten und uns dann winkend von ihm verabschiedeten. Ich hatte als Kind großes Glück. In den Ferien war ich meistens bei meinen Großeltern auf dem Land, die auch Schafe hatten. Daran erinnerte ich mich, als ich das kleine Lämmchen sah und daran, dass so manches Mal ein Lämmchen mit der Flasche großgezogen wurde. An einem Wegkreuz angekommen suchten wir nach der richtigen Abbiegung und trafen auf die ersten Mittwanderer, einem älteren Ehepaar, die auch mit einem Buch in der Hand versuchten, sich zu orientieren. Wir mussten lächeln, als wir erkannten, dass wir dieselbe Lektüre nutzten. Der letzte Wegabschnitt führte an vereinzelten Häusern und einer Pferdekoppel vorbei, und dann einen Bach entlang. Oder war es sogar ein kleiner Fluß? Am Ende unserer Wanderung wurden wir mit einem lauschigen Plätzchen am Fluss, der vielleicht auch nur ein Bach ist, überrascht. Hier stand früher eine Mühle. Heute kann man diesen Platz am Ufer zum Verweilen nutzen. So gern sitze ich am Wasser und schaue nur zu, wie es seinem Strom folgt. Es sind diese kleinen Glücksmomente, die ich voller Dankbarkeit genießen kann. 

Ich wünsche dir ganz viele davon. Wir können diese auch im Alltag finden. Jedes Mal wenn wir diese wahrnehmen, tun wir uns etwas Gutes. Habe einen wunderbaren produktiven „Happy - Tuesday“ und „New Feeling - Wednesday“ mit dem Gefühl vom kleinen Sonntag in diesen seltsamen Zeiten.

 

Liebe Grüße und bis Donnerstag, Susann

 

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