Mein Leben im Umbruch

Am Sonntag ist der 1. Advent. Als ich letzte Woche von meiner Mutter gefragt wurde, was wir an diesem Tag machen würden, starrte ich sie kurze Zeit an. Ich wunderte mich über diese Frage und ich dachte. „Warum fragt mich das meine Mutter? Advent ist doch erst in 4 Wochen.“ Ich fühlte mich, wie im falschen Film. Befand ich mich auf einer Zeitreise? Nein, ich begriff, dass die letzten Wochen verflogen waren. Ich musste über mich selbst lächeln, denn jetzt begriff ich auch, warum unsere Nachbarn schon weihnachtlich dekorierten. Ich hatte mich auch darüber gewundert. In unserer ganzen Umzugsvorbereitung hatte ich einfach das Zeitgefühl verloren. Ich freue mich immer wie ein kleines Kind auf die Wochen vor Weihnachten: auf die vielen Lichter, die Gemütlichkeit, den Duft von frischem Tannengrün und frisch gebackenen Plätzchen - auf die Vertrautheit der Vorweihnachtstage. Wir erleben, wie viele andere, Veränderungen in dem adventlichen Zauber. Vielleicht hilft dieser, dass die Veränderungen leichter fallen. 

Loslassen

Durch die Zusammenführung zweier Haushalte zu einem, sind wir gezwungen, unser Haus im Meistermannweg zu entrümpeln. Es ist unglaublich, was sich über die Jahre so ansammelt. Wir entrümpeln nicht zum 1. Mal und doch hat es den Anschein. Unsere Tochter hatte eine gute Idee. Sie empfahl uns, alles was zu schade für den Sperrmüll ist, online als  „ zu verschenken“ anzubieten. Genauso machen wir es. So kann ich mich leichter von Dingen trennen, die noch funktionsfähig sind. Unser Keller ist ein Sammelsurium von Erinnerungen. Immer wieder halten wir inne und sind in diesen Erinnerungen versunken. Von besonderen Erinnerungen mache ich Fotos, denn wenn ich alles aufheben würde, käme ich nicht voran. Es gibt eine Kiste mit Kindheitserinnerungen, die wir bewahren. Das sind wirklich besondere Dinge unserer drei Kinder. Mit Puppenhaus, Carerra - Bahn und Playmobil - Pferdestall tue ich mich schwer. Da schleicht sich der Gedanke ein, dass diese Spielsachen vielleicht etwas für die Enkel sein könnten. Ich selbst habe es genossen, bei meinen Großeltern auf dem Speicher zu spielen umgeben von Altem. Irgendwie bin ich doch eine Nostalgikern. „Ich kann mich ja immer noch von diesen Sachen trennen.“, denke ich und weiß zugleich, dass es wohl bei diesem Gedanken bleibt. Loslassen tut gut. Das weiß ich. Ich plädiere für ein gesundes Maß, was nicht zu einer Überforderung führt. Und so lasse ich diese Eventuell - für -  die -  Enkel - Sachen stehen und freue mich über all das, was seinen Besitzer wechselt.

Auch freue mich auf die Adventstage. Im Laufe der Woche werde ich die Kartons mit der Weihnachtsdekoration hervorholen. Mir tun im ganzen Umbruch die kleinen Traditionen gut: dekorieren, Lebkuchen kaufen und vielleicht sogar Plätzchen backen. In all dem Tun und den alltäglichen Verpflichtungen genieße ich die Augenblicke in der Natur, die sich auch verändert.

 

Ich wünsche dir und deinen Lieben von Herzen einen gemütlichen 1. Advent.

Liebe Grüße, deine Susann

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