Loslassen zur Wintersonnenwende

Pünktlich zum kalendarischen Winteranfang wird es auch in Sittard merklich kühler. Wenn ich aus dem Fenster sehe, entdecke ich, dass Rauchreif sich über Mauern, Hecken und Pflanzen gelegt hat. Die Luft ist deutlich kühler geworden. Voller Freude erinnere ich mich an schneebedeckte wunderschöne Landschaftsbilder von Freunden aus Süddeutschland. Dort hat es geschneit. Ein bisschen Sehnsucht zeigt sich bei mir. Liebe ich es doch, durch knirschenden Schnee zu stapfen, klare Winterluft einzuatmen, Schlittschuh zu laufen, mich einfach in den Schnee fallen zu lassen,  gemütlich auf einer blauen Piste bei Sonnenschein auf Skiern den Berg hinunterzugleiten und sich dann in einer Hütte aufzuwärmen. Wunderbare Erinnerungen zeigen sich. Ich denke daran, wie ich mit den Kindern das Skifahren gelernt habe, als wir in München wohnten. Mein Mann hatte mit uns unendliche Geduld für die ich ihn heute noch bewundere. Geduld ist keine Stärke von mir.

Heute ist der kürzeste Tag und die längste Nacht im Jahr, Wintersonnenwende. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes der „dunkelste Tag“ in diesem Jahr. Ab morgen werden die Tage wieder länger. Die Wintersonnenwende wird von vielen Menschen genutzt, um sich mit bestimmten Lebensthemen zu beschäftigen und kleine Rituale zu machen. Rituale unterstützen , wenn wir etwas verändern möchten. Mir tut es gut, auf das Jahr zurückzublicken und Altes loszulassen. Es ist eine Unterschied, ob ich es nur gedanklich tue oder es bewusst mit einer Handlung verbinde. Vielleicht magst du es auch einmal ausprobieren? Ich mache es mir gemütlich und bewaffne mich mit Papier und Stift. Dann stelle ich mir die Fragen: Wovon möchte ich mich verabschieden? Was will ich loslassen? Ich schreibe alles auf, was mir durch den Kopf geht. Da kommen auch Sachen hoch, an die ich gar nicht mehr gedacht habe. Das kann, wenn du das zum ersten Mal machst, etwas dauern. Dann schreibe einfach die Fragen weiter auf oder kritzele etwas. Hauptsache, du bleibst im Schreibmodus. So bekommst du einen Zugang zu deinem Unterbewusstsein, in dem so viel schlummert. Dann schreibe ich die einzelnen Punkte auf verschiedene Zettelchen. Jetzt bereite ich eine Kerze vor mit einer feuerfesten Unterlage und stelle einen Topf mit Wasser daneben. Zettel für Zettel verbrenne ich und sage innerlich “Ich lasse dich gehen.“ Hierfür nehme ich mir Zeit und beobachte wie jeder beschriebene Zettel zu Asche in dem Topf zerfällt. Die Lebensthemen lösen sich symbolisch beim Verbrennen auf. Für mich ist dieses Ritual sehr kraftvoll.

 

Ich wünsche dir einen kraftvollen Winteranfang. Liebe Grüße, Susann

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Kommentare: 1
  • #1

    Heike Groß (Dienstag, 21 Dezember 2021 16:55)

    Liebe Susann, das sind wieder sehr wundervolle LICHTblicke!
    Es kommt wirklich immer auf die positive Betrachtungsweise an. Du hast recht; es heißt loslassen, damit etwas Neues entstehen kann. Wir zünden heute eine Kerze der Hoffnung an, um aus dem Schatten ins Licht zu treten.

    Herzliche vorweihnachtliche Grüße
    Heike ☀ �

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