Gehört Trauer zum Leben?

2.12.2022, 17 Uhr. Gerade klingelte der Postbote. Ich dachte: „ Ah, Sophie hat etwas bestellt“. Sophie ist meine Nachbarin von gegenüber. Der Postbote überreichte mir ein kleines Päckchen. Flüchtig musterte ich es und bemerkte, dass die Adresse mit der Hand geschrieben war. Ich stutzte und las tatsächlich meinen Namen. Das Päckchen war für mich?!

Dieses kleine Päckchen riß mich aus meiner Traurigkeit. Meine Mama ist heute vor 8 Monaten nicht mehr aus der Narkose aufgewacht. Ich vermisse sie sehr und kann es doch noch immer nicht begreifen. Vielleicht ist das eine Eigenart des Todes, wenn man einen geliebten Menschen verliert. Es bleibt die Lücke. Sie kann nicht gefüllt werden. Wie viele andere Menschen, die trauern, übe ich mich darin, damit umzugehen. Es gibt Tage da fällt es leichter und Tage wie heute, da ist es schwer.

Das kleine Päckchen mit seinem liebevollem Inhalt zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht. Ich war tief berührt. Dankbarkeit erfüllte mein Herz und breitete sich in meinem Körper aus. Dankbar war ich für die Aufmerksamkeit der Studierenden, die am Mental Selfcare Program im Sommersemester 2022 teilgenommen hatten und mir dieses kleine Päckchen schickten. Dankbar war ich, dass dieses Programm möglich wurde durch das Engagement von Frau Prof. Dr. Rieve -Nagel, Anne Schäfer und Heike Lösch des Fachbereiches Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Dankbar war ich für die tolle Zusammenarbeit mit meiner Kollegin, Veronika Strewing, die mit mir dieses Programm in kürzester Zeit entwickelte und realisierte. Das war echte FrauenPowerTeamwork! Im Nachhinein können wir auf dieses Projekt echt stolz sein:)

So mischte sich an diesem Tag zu meiner Traurigkeit und Dankbarkeit, ein Gefühl von Freude. Freude darüber, dass es wahr ist. Das Leben ist eines der Polaritäten : Licht und Schatten, warm und kalt, laut und leise, hell und dunkel..... Genau so ist es mit unseren Gefühlen. Es gibt die, von denen wir immer mehr wollen und die, die wir nicht so gern spüren, wie beispielsweise Trauer, Angst und Wut. Doch es braucht alle, sonst wären wir nicht komplett. Ein Regenbogen strahlt auch nur im gesamten Farbspektrum. Wenn du tiefer in dieses Verständnis eintauschen möchtest, dann melde dich gern bei mir.

Manchmal braucht es auch Unterstützung oder eine kleine Überraschung, um wie in meinem Falle, auch an einem Tag der Traurigkeit, die Freude wieder zu spüren. 

 

Wen könntest du in nächster Zeit überraschen? Ich habe da für mich eine Idee, die ich jedoch nicht verrate.,,,,

 

Ich wünsche Dir und Deinen Lieben einen gemütlichen 2. Advent!

Herzlichst, Deine Susann

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