Verbundenheit und Umweltbewusstsein

15 Grad und eine leichte Brise erwarteten mich heute am Neujahrsmorgen. Bin ich in Spanien? Es fühlt sich so an. Milou genießt die Temperaturen. Ich eigentlich auch und uneigentlich machen sie mich nachdenklich. Meine Gehirnproduziermaschine spuckt Gedanken aus wie: "So viel Müll, warum liegt der überall rum? Wir Menschen sind echt ein bisschen dämlich. Wir sprechen von Umweltschutz. Die Umwelt braucht uns jedoch nicht. Wir brauchen ein intaktes Ökosystem. Der Klimawandel lässt sich nicht leugnen. Er ist in aller Munde und doch passiert nichts." Meine hoffnungsvollen Gedanken schalten sich ein und ich beobachte wie ich denke: "Doch es passiert viel im Kleinen und es gibt für alles eine Lösung. Ich stelle mir die Frage: Was wäre, wenn jeder Einzelne, den ich kenne und schätze, gemeinsam mit mir eine winzige Sache ändern würde, die zur Erholung unseres Lebensraumes beiträgt. Was wäre, wenn du mitmachen würdest und wiederum deine Familie und Freunde motivieren könntest? Das wäre eine grandiose Potenzierung, die mit einem Male nicht mehr eine Mini-Intervention ist. Ich höre leider oft, viel zu oft, das bringt doch nichts. Global betrachtet haben die Skeptiker recht. Doch wer hätte gedacht, dass Menschen ihr Ess- und Konsumverhalten verändern? So viele Junge und Ältere haben bereits ein neues Mindset. Sie gehen den Weg der Achtsamkeit mit mehr Bewusstsein und übernehmen Verantwortung für sich. Hier beginnt Veränderung. Wenn ich bewusster lebe, nehme ich wahr, was ich für Möglichkeiten habe, Veränderungen im Außen mitzugestalten. 

Ich kann das große Ganze nicht ändern. Ich kann jedoch meinen Beitrag leisten. Mein Beitrag für den Neujahrstag wird sein, dass ich den Müll aufsammle, der mich bei der morgendlichen Gassi-Runde unverschämt angegrinst hat nach dem Motto: "Siehste, die Menschen ändern nichts." Diesen Gedanken gebe ich keine weitere Aufmerksamkeit. Ich plane stattdessen meinen nächsten Mini-Schritt: Müll einsammeln und entsorgen.

1. Januar 2023, 17 Uhr: Ich komme etwas durchnäßt vom Müll-Einsammeln nach Hause und fühle mich glücklich. Ob ich etwas eingenommen hätte? NEIN! Ich hatte die Idee, meine Freundin zu fragen, ob sie Lust hätte, mich zu unterstützen. Rachel wohnt direkt gegenüber und hat viele Verpflichtungen. Sollte ich sie wirklich fragen? Ich folgte  meiner inneren Stimme und schrieb sie an. Rachel sagte zu. Das war großartig! Ausgestattet mit Handschuhen und Müllsäcken gingen wir los und kamen nicht weit. Im Engelenhof wünschten sich sieben Hunde schwanzwedelnd ein gutes neues Jahr. Auch Milou war dabei und glücklich, seine Nachbarn zu treffen. Es war ein bunter Nachbarschaftsaustausch nicht nur der Tiere, sondern auch von uns Menschen. Die ersten Regentropfen mahnten zum Aufbruch. Alle waren von unserer Aktion begeistert. Wir sammelten zwei Säcke voll. Rachel hatte auf dem Heimweg die Idee, dass wir uns doch als Nachbarn mit Müllsammeln abwechseln könnten. Gemeinsam ist es für den Einzelnen weniger aufwändig. Gleichzeitig fördern solche Aktivitäten das Gemeinschaftsgefühl, die Verbundenheit. Genau das ist es, was jeder Mensch braucht, ebenso eine intakte Umwelt. 

Am Ende diesen Neujahrstages blicke ich hoffnungsvoll in die Zukunft. Möge 2023 das bestmögliche Jahr für uns alle werden. Meine Entscheidung in Bezug auf mein Umweltbewusstsein, Mini-Schritte zu gehen, hat mir keine Arbeit gemacht. Im Gegenteil. Ich hatte gute Gespräche und herzliche Momente an diesem ersten Tag im Neuen Jahr und bin sehr dankbar dafür. Im Grunde habe ich mich selbst beschenkt. 

Ich habe einen Wunsch. Vielleicht magst Du mir von Deinen Mini-Umweltbewusstseins-Schritten schreiben? Ich möchte diese gerne sammeln und anonym veröffentlichen. Lasst uns erleben, dass wir unser Leben gestalten können in dem Maße, wie es möglich ist. Kennst Du Deine Möglichkeiten? Was könnest Du tun? 

Herzliche Neujahrsgrüße und lieben Dank für Dein Interesse an meinem Blog. Ich freue mich, wenn Du den Link weitersendest und so auch Menschen meine Gedanken lesen, die mich vielleicht noch nicht persönlich kennen. 

 

Liebe Grüße von Deiner Susann

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Kommentare: 3
  • #1

    Marcel (Sonntag, 01 Januar 2023 22:00)

    ... "Ich kann meinen Beitrag leisten..."

    Ganz wichtig scheint mir - weil oft als trauriges Gegenargument gegen das eigene Engagement verwendet - sich nicht von den Gedanken entmutigen und einfangen zu lassen, man sei damit der einzige "Doofe" und man sei damit allein.

    Nein, man ist gewiss nicht allein... Ob die Anstrengungen aller "Einzelkämpfer" zusamen ausreichen?
    Egal!
    Trage trotzdem stolz Deinen Beitrag bei und gebe der Sache eine Chance, etwas größeres bewirken zu können!

  • #2

    Sabine W. (Montag, 02 Januar 2023 07:27)

    Tolle Aktion!
    Ich möchte dieses Jahr noch mehr Verpackungsmaterialien sparen! Muss der Brokkoli eingeschweißt sein- wohl eher nicht. Und ich möchte wieder Glasflaschen haben keine PET Flaschen mehr.

  • #3

    VES (Dienstag, 03 Januar 2023 10:25)

    https://www.netflix.com/de/title/81406763?s=i&trkid=13747225&vlang=de&clip=81564245

    …man kann Fan sein oder nicht, aber zumindest sollte man wissen, wovon man spricht und worüber man vielleicht vorschnell urteilt.

    In Folge 2 (Greta Thunberg) musste ich mich selbst aufklären lassen und danach erst einmal tief durchatmen…

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