Das neue Jahr ist heute, am 9. Februar 2026, 40 Tage jung. Ich folge voller Bewunderung den Walk for Peace von Buddhistischen Mönchen, die im
Hương Đạo Vipassana Bhavana Center in Fort Worth leben. Sie pilgern für den Frieden von Texas nach Washington D.C.. Die Reise begann am 26. Oktober 2025. Geplant ist die Ankunft am 10. Februar
2026 am Kapitol. 3700 km zu Fuß ohne Funktionskleidung und Wanderschuhen! Mit ihrer Pilgerreise, die durch 10 Bundesstaaten führt, wollen die Mönche uns alle an Freundlichkeit, Liebe und Frieden
erinnern. Alle diese Qualitäten tragen wir in uns und doch suchen wir sie manchmal im Außen. Achtsamkeit und Frieden wünschen wir uns und können jeden Tag selbst einen inneren Walk for
Peace beginnen.
Erwartungen stoppen
Wir könnten unseren inneren Walk of Peace damit beginnen, unsere Erwartungen an andere abzulegen.
Hierfür empfehlen die Mönche drei Impulse:
1. Erwarte nicht, dass andere nach deinen Standards leben.
2. Erwarte nicht, dass andere deine Gedanken erraten können.
3. Erwarte nicht, dass andere 100% perfekt sind.
Wenn du dir deinen Erwartungen bewusst wirst, wird es mental ruhiger. Hierbei kann es dir helfen, wenn du morgens mit einer positiven Intension in den Tag startest, wie beispielsweise die Mönche: „Heute ist ein friedvoller Tag.„.
Dein Gehirn wird so automatisch auf Frieden programmiert. Du kennst ja auch auf die alte Weisheit:
"Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter." (Unbekannt)
Unser Gehirn produziert ununterbrochen Gedanken. Wir sind uns dieser Gedanken über uns und die Welt meistens nicht bewusst. Durch das Üben von Mindfulness, Achtsamkeit, werden uns diese inneren Gespräche bewusst. Probiere es gern einmal aus und überprüfe für einen Tag deine Gedanken und notiere jede Stunde den Gedanken. Es kann sein, dass dir auffällt , dass du immer ähnliche Gedanken denkst und oftmals ehre Negative. Das ist normal. Und doch kannst du das ändern, wenn du dich nach mehr Leichtigkeit, Ruhe und Freude sehnst. Hier kann dir die Gedankenstop-Übung helfen und das Setzen einer kraftvollen Intension am Morgen. Denn du bist Steuerfrau oder Steuermann deiner Gedanken und diesen nicht hilflos ausgesetzt.
Wenn du mit kleinen Schritten Mindfulness ausprobierst, wird es anfangs noch nicht so deutlich, wenn du eine Intension für den Tag setzt. Doch wenn du das wirklich zu deiner Routine werden lassen würdest, kann es ruhiger in dir werden. Das merkst du daran, dass du dich weniger über andere ärgerst oder auch weniger inneren Druck spürst. Du bist mehr in der Kohärenz, einem gesundheitsförderlichem Zustand.
Kohärenz-Was bedeutet das?
Von Kohärenz sprechen wir, wenn insbesondere Herz, Gehirn, Nervensystem und Hormone harmonisch, synchron und effizient zusammenarbeiten. Du fühlst dich physisch und emotional im Gleichgewicht.
Dein Nervensystem ist in Balance, weil Sympathikus und Parasymphatikus ausgeglichen miteinander arbeiten. Dadurch erhöht sich die Herzratenvaribilität (HRV). Dein Herz schlägt gleichmäßig, ebenso
sind Atmung und Blutdruck in einem gesunden Rhythmus.
Darüberhinaus kann sich dein Körper nach Anstrengung schneller regenerieren. Denken und das Treffen von Entscheidungen verbessern sich. Auch arbeitet dein Immunsystem optimal.
Der Walk of Peace verdeutlicht Kohärenz. Die Mönche gehen Schritt für Schritt unter oft schwierigen Herausforderungen. Körper und Geist sind miteinander verbunden. Sie empfinden keine
Inkohärenz, die durch Stress oder Erschöpfung gekennzeichnet ist. Sie haben einen tägliche Routine, die ihnen hilft, Energie einzuteilen. Auch halten sie Pausen ein und können so ihre Energie
effizient nutzen. Ihre Pilgerreise hat einen Sinn. Sie gehen für den Frieden und sind in Kohärenz. Ich selbst habe die Herzkohärenztechnik des
HeartMath Instituts in einem herausfordernden Lebensabschnitt schätzen gelernt. Schritt für Schritt habe ich gelernt, meinen Geist zu beruhigen, Emotionen und damit auch körperliche Reaktionen, wie Herzrasen zu regulieren. Hierfür bin ich noch heute dankbar.
An Wunder glauben?
Begleitet werden die Mönche von Aloka, einem indischen Straßenhund. Er ist wie ein Maskottchen und läuft oft an der Spitze der Pilger. Aloka begleitete als Streuner zum ersten Mal eine Gruppe von vietnamesisch-amerikanischen Mönchen 2022/2023 im Raum Kalkutta auf einen Walk of Peace . Es ist nicht unüblich, dass Streuner in Indien Pilgergruppen folgen. Doch Aloka blieb. Er folgte den Mönchen 100 Tage. Als er sich schwer verletzte wollten die Mönche ihn in Sicherheit bringen, doch Aloka sprang vom Lastwagen herunter, um bei „seinem Rudel“ zu bleiben. Diese Loyalität wärmte die Herzen der Mönche und sie adoptierten ihn. Der treue Streuner bekam den Namen „Aloka“. Auf Sanskrit bedeutet dieser Name. „Licht“, „Erleuchtung“ oder auch „inneres Erwachen“. Nach diesem Friedensmarsch konnte Aloka, dank Spenden, mit seiner neuen Familie mit in die USA. Und hier begleitet er nicht nur diese auf dem nächsten Friedensmarsch. Er ist zum Symbol von Frieden, Mitgefühl, Menschlichkeit und Hoffnung geworden. Im Grunde ist er ein Social Media Star mit einer steilen Karriere. Von der Straße, heimatlos und ohne Liebe, hat er es sogar ins Rampenlicht geschafft und führt heute ein würdevolles Leben. Mich erinnert seine Geschichte daran, immer mal wieder, wie ein Kind an Wunder zu glauben.
Ich wünsche dir Frieden, Mitgefühl und Hoffnung genau dann, wenn du es am Dringensten brauchst.
Herzlichst, deine Susann

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