Neue Freiheit - Tag 3

Der erste Mittwoch seit langem ohne der Tradition gefolgt zu sein, frische Blumen zu kaufen, neigt sich dem Abend zu. Warum bin ich nicht im Blumenladen gewesen? Mein Balkon steht in voller Blütenpracht. Die Muttertags - Orchidee schmückt unser Großraumbüro.

Der Blumenmittwoch ist Vergangenheit. Es war ein schönes Ritual, während des Lockout mittwochs Blumen zu kaufen. Während dieser Zeit tat mir, nein uns, dieses Ritual gut. Es brachte Abwechslung in die Eintönigkeit und verband uns zusätzlich mit der Schönheit der Natur.

Noch immer bleiben die Parks in Frankreich geschlossen. Keiner weiß, wie lange noch. Das wird nicht wirklich verstanden. Die Menschen drängen sich auf den Straßen, aber die Parks bleiben zu. Man geht wieder vor die Tür, auch um zu shoppen. Die Geschäfte haben wieder geöffnet. Einen Andrang habe ich jedoch nicht beobachtet. Versailles wirkt lebendiger wie letzte Woche um die Zeit und gleichzeitig nicht überfüllt. Viele Bewohner sind noch nicht zurückgekommen. Die Touristen fallen weiterhin weg. Eine Frage, die alle Deutschen und Franzosen gleichermaßen beschäftigt ist die, ob man in den Sommerferien verreisen kann. Viele Freunde haben ihren Urlaub in Frankreich geplant. Die Franzosen selbst lieben es, den Sommer in Frankreich am Meer zu verbringen. Wird das möglich sein? Im Moment würde ich meinen ja. Doch es ist nicht sicher. Man bleibt wachsam und will nichts überstürzen. Auch für mich ist diese Ungewissheit eine Herausforderung. Ich bin mir bewusst, dass ich weiter üben darf, mit dieser Unsicherheit umzugehen. Gelassen zu bleiben in einer ungewissen Zeit. Diese seltsamen Zeiten zeigen mir noch einmal deutlicher, wie wichtig es ist, im Augenblick zu leben. Gestern ist vorbei und Morgen ist ungewiss. Es gibt nur JETZT, diesen Augenblick, in dem ich gerade mein Tagebuch schreibe und mit dir teile. Es ist „New Thinking Wednesday“ Abend, und ich empfinde Vorfreude auf das erste Wochenende in der “Neuen Freiheit“. 

Ich schaue auf meinen Tagebucheintrag und bemerke, dass ich doch auch traurig bin. Traurig darüber, dass ich nicht zu Hause sein kann. Heute haben unsere Mädchen meinen Vater zu seinem Geburtstag mit einem Besuch überrascht. Wir haben online alle gemeinsam gesungen, wie wir es immer tun. Zu unserer Geburtstagszeremonie gehören ein selbstgebackener Kuchen und ein Lied. Mein Vater bekam zwei Kuchen. Von jeder Enkelin einen, und er hat sich sehr gefreut. Warum ich den Kuchen erwähne? Ich bin ehrlich. Ich backe nicht gern. Aus diesem Grund ist es immer etwas Besonderes geblieben, wenn es bei uns Kuchen gab. Vielleicht ändert sich das auch noch. Im Moment koche ich lieber und freue mich aber doch, wenn ich einmal bekocht werde. Ich wünsche dir viele gute Gedanken über dich selbst, deine Familie, Freunde und die Welt am heutigen „New Thinking Wednesday“.

 

Liebe Grüße, Susann

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