Wie du mit deinen Gefühlen in schwierigen Situationen umgehen kannst

Ich habe gestern Nacht gefroren. Was war los? Ich hatte vergessen, dass wir einen Temperatursturz von 20 Grad erleben und die Nächte wieder kälter sind. Ich war schon auf „Wärmer“ eingestellt und hatte nur eine leichte Decke überzogen. Deswegen war es kalt. Dieses auf und ab erinnert mich an früher. Denn so habe ich den April erlebt, unbeständig. Es scheint, als würden sich die Jahreszeiten streiten. Magst du es, zu streiten? Mit deinem Partner*in, deinen Freunden, Geschwistern, Kollegen oder Nachbarn? Im Grunde mögen wir es doch alle harmonisch. Das ist eine natürliche Sehnsucht. Doch alles hat seinen Preis. Wenn wir streiten, dann vertreten wir unseren Standpunkt. Was soll daran falsch sein? Nichts. Denn es kommt drauf an, wie wir diesen vertreten. Konstruktiv oder destruktiv? Ich frage mich immer, worum es mir geht. Verletzen möchte ich niemanden. Doch das bleibt manchmal nicht aus und ist unangenehm. Ich habe für mich einen Weg gefunden. Nicht immer gelingt es mir, diesen zu gehen, jedoch schon ziemlich oft. Ein Streit kündigt sich meistens an. Ich habe dann das Gefühl, dass etwas in der Luft liegt. Die Luft ist dick. Wenn es mir gelingt, in diesem Moment kurz inne zu halten und innerlich aus der Situation auszusteigen, bleibe ich gefühlsmäßig bei mir. Ich stelle mir dann Fragen wie: Worum geht es eigentlich? Was hat das mit mir zu tun? Worin sehe ich meine Verantwortung? Wenn ich mir diese Fragen beantworten kann, dann bleibe ich in einer Auseinandersetzung konstruktiv und lösungsorientiert. Erwischt es mich jedoch eiskalt und unerwartet, fühle ich mich überrumpelt und verteidige mich. Auch hier habe ich eine Frage, die mir hilft, um nicht ausfallend zu werden. Ich frage mich: Was fühle ich gerade? Es ist Schmerz, etwas was wir alle nicht wollen. Verletzt zu werden tut weh. Das will niemand. Doch ich kann mich entscheiden, ob und wieviel Raum ich diesem Gefühl von Schmerz gebe. Will ich ihn noch füttern? Oder will ich aussteigen? Und wie geht das mit dem Aussteigen aus einem Gefühl? Alle unsere Gefühle sind gut und wichtig, denn sie machen uns zu dem was wir sind. Wir haben Gefühle, und doch sind wir nicht unsere Gefühle, egal wie schmerzhaft oder auch wunderschön sie sind. Ich habe gelernt, meine Gefühle wahrzunehmen und ihnen Raum zu geben. Das ist wie ein Selbstgespräch. Für Kinder gibt es hierzu tolle Bücher. In den Geschichten haben die Gefühle Namen, wie „Anton ängstlich“ aus dem Buch:" Remmi-Demmi: Gefühle in der Besenkammer." Da gehören sie tatsächlich nicht hin, denn wenn wir unsere Gefühle wegsperren oder betäuben, dann platzen sie meistens an unpassender Stelle heraus oder wir werden krank. Wenn ich z. Bsp. Anton höre, frage ich ihn, wovor er Angst hat und was er braucht, damit er sich beruhigt. Vielleicht klingt das für dich etwas abgedreht. Es funktioniert. Du könntest es ja mal ausprobieren. 

Im Streit meldet sich bei mir oft Wut. Wut ist eine starke destruktive Energie, wenn sie nicht kanalisiert wird. Warum also diese Wut nicht für etwas konstruktives nutzen? Wenn ich wütend bin, so richtig wütend, reicht es nicht aus, die Fragen zu beantworten. Mein "Willy wütend "ist sehr stark. Da hilft es mir, Musik laut auf zudrehen und zu tanzen. Ich schimpfe kurz vor mich hin ohne jemanden zu verletzen, denn niemand kann mein Geschimpfe hören. Es wird von der Musik übertönt. Die wütenden Worte verpuffen im Rhythmus der Melodie. Gleichzeitig tue ich mir etwas Gutes: Ich bewege mich und schüttele den Stress ab, den Streit mit sich bringen kann. Nach dem Wuttanz habe ich wieder einen klaren Kopf und kann meinen Standpunkt vertreten, für mich einstehen, zuhören und versuchen, mich in die Rolle des anderen zu versetzen. Ups, das ist viel. Darüber werde ich an anderer Stelle berichten. Ich greife den roten Faden lieber auf. Was will ich mit dir teilen? Vertrete deine Interessen, steige in kniffeligen Situationen kurz aus der Situation aus und nimm deine Gefühle an und kümmere dich um diese. So bleibst du bei dir und bleibst respektvoll, dir selbst gegenüber und dem Streitpartner*in. Eine ausschließlich harmonische Welt würden wir alle nicht wollen. Streit bedeutet: Da ist mir etwas wichtig. Und das soll auch so bleiben. Wer sich wohl die nächsten Tage durchsetzen wird? Frühling oder Winter? Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass der Winter sich jetzt verabschiedet. Es war heute morgen beeindruckend, die Apfelblüte vor der schneebedeckten Wiese zu sehen: weiße Frühlingspracht und weißer Schnee. Als die Sonne erwachte, schmolzen die puderleichten Schneeflocken. 

 

Ich wünsche dir Tage voller Energie, das sich Einlassen-Können auf das Auf und Ab des Aprils und viel Freude im Entdecken von kleinen Frühlingswundern.

Liebe Grüße, deine Susann

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